Geboren 1952 in St. Peter in der Au/Niederösterreich, erlernte er nach der Absolvierung der 5. Klasse des BORG 1966/67 in Scheibbs (anstelle des polytechnischen Schuljahres) zunächst den Beruf des Tischlers, die Ausbildung schloss er mit der Gesellenprüfung ab. Im Rahmen der Landesberufsschule in Pöchlarn konnte er sich die Bildtechnik der Intarsie aneignen; in dieser Zeit begann seine Auseinandersetzung mit Moderner Kunst. Während des Präsenzdienstes 1970/71 in der Maria-Theresien-Kaserne (Garde) in Wien absolvierte er spezielle Kurse für Innenarchitektur und arbeitete für kurze Zeit als technischer Zeichner und Designer. Es war zu dieser Zeit der Architekt Gerhard Aigner aus Linz, der das künstlerische Talent von Kogler erkannte und ihn maßgeblich zu einem Kunststudium anregte.

 

1973 begann Leopold Kogler dieses an der Universität für angewandte Kunst in Wien in der Gestaltungsklasse von Wander Bertoni, die noch im selben Jahr Oswald Oberhuber übernahm, der, neben Bazon Brock, für das künstlerische Selbstverständnis von Leopold Kogler prägend wurde. 1977 schloss er seine facettenreiche Ausbildung mit dem Magister sowohl im Bereich „Bildnerische Erziehung“, „Technisches Werken“ als auch „Grafik“ ab. Von 1975 bis 1980 absolvierte Leopold Kogler das Studium der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und von 1980 bis 1987 Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Wien, die er beide mit dem Doktorat beendete.

 

1977 bis 2003 unterrichtete er Kunsterziehung am Stiftsgymnasium Seitenstetten und am Bundesgymnasium Wieselburg. Seit 2004 ist er Fachinspektor für Bildnerische Erziehung beim Landesschulrat für Niederösterreich.

 

Seine umfangreichen, freiberuflichen Kunstvermittlungsaktivitäten begannen 1989 mit der Gründung der Blau-Gelben Viertelsgalerie in Weistrach, die 2014 in das Schloss St. Peter/Au übersiedelte. 2004 initiierte er gemeinsam mit Wolfgang Sobotka die Kreativakademie Niederösterreich. Seit 2009 ist er Präsident der Niederösterreichischen Kunstvereine sowie Leiter des 1977 gegründeten „Niederösterreichischen Dokumentationszentrums für Moderne Kunst“ in St. Pölten.

 

1976 realisierte Leopold Kogler seine ersten Einzelausstellungen in Linz und Wien, 1977 hatte er seine erste Ausstellungsbeteiligung in der renommierten „Galerie nächst St. Stephan“ in Wien; bis heute folgten zahlreiche monografische Ausstellungen sowie Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland; seit 1988 erschienen verschiedene monografische Kataloge und Katalogbeteiligungen.

 

1983 erhielt Leopold Kogler den Anerkennungspreis für Bildende Kunst des Landes Niederösterreich, 1994 den Grafikpreis Innsbruck, 1998 den „Morgen-Kunstpreis“, 1999 den Kulturpreis der Stadt Amstetten, 2013 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich.

 

Leopold Kogler lebt und arbeitet in St. Peter in der Au sowie in St. Pölten.