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Neueröffnung Galerie Artemons Contemporary Wien 

Standort Wien: Opernring 21, 1010 Wien

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Peter Pongratz wurde in Eisenstadt geboren und ist in Graz aufgewachsen. Er studierte Malerei an der Akademie in Wien und an der Hochschule der bildenden Künste in Berlin. Von 1966 bis 1970 war er Assistent bei Max Weiler in Wien. 

Pongratz war am Beginn seines künstlerischen Schaffens beim Forum Stadtpark in Graz mit Schriftstellern wie Wolfgang Bauer, Peter Handke und Gerhard Roth verbunden und diese Verbundenheit zur Literatur wie zur Musik (er ist Jazz-Drummer) haben geholfen, sich von einem weiten Horizont her der Bildenden Kunst mit unverbautem Blick anzunähern. Oder besser darauf loszustürmen.

Neben seiner Tätigkeit als Assistent von Max Weiler beachtete er die Künstler in Gugging stärker als die Lehre am Schillerplatz. Der an Schizophrenie leidende Johann Hauser blieb stets für ihn ein größeres Vorbild als die Professoren und Kollegen. Zusammen mit Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt und anderen Malern nahm er bereits Ende der Sechzigerjahre eine eigenständige künstlerische Position ein, die bis heute Abstraktion und Gegenständlichkeit verbindet. Dies führte im Jahre 1968 zur Gründung der Künstlergruppe Wirklichkeiten zusammen mit Wolfgang Herzig, Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt, Franz Ringel und Robert Zeppel-Sperl. 

Pongratz, ein Getriebener, dessen einzige Konstante die Veränderung ist, scheint im letzten Jahrzehnt wieder mehr zu seinen Wurzeln zurückgefunden zu haben, nachdem er die Postmoderne und andere Kunstströmungen in wuchtigen vorauseilenden Zitaten bereits Jahre vor ihrer eigentlichen Manifestation vorweggenommen hat.  Dies zeigt sich auch in seiner bewusst kindlichen, wilden Malerei mit Blickrichtung auf die "Cobra"-Gruppe oder "Art Brut", die vieles bereits frühzeitig durchexerziert hat, was später unter dem Begriff „Neue Wilde“ bekannt geworden ist. Akademische Tendenzen sind ihm dabei ein ähnlicher Gräuel wie Moden oder angesagte avantgardistische Tendenzen.  „Keine Rezepte. Keine Vorschriften. Keine Moden. Keine Ideologien. Kein Kompass. Keine Landkarten. Und vor allem keine Dogmen, weder für den Künstler noch für den Betrachter“, so beschreibt Pongratz seine eigene Position.

Pongratz extrahiert die Substanz von Welten, die ungefiltert von der Phantasie von Kindern, von tiefsten Emotionen, vom Schreien eines Marienkäfers im Krieg „flieg Käfer flieg“ berichten. 

Seine Werke zeugen von einer expressiven Gestik des Augenblicks, bilden gleichsam ein Kondensat einer Verfassung von Wirklichkeiten. Seine Bildwelten sind wie die Leben von Künstlern die sich in kurzer Zeit ekstatisch selbst aufgebraucht haben, aber in dieser kurzen Zeit Bleibendes, Essentielles geschaffen haben. Um Existenz ringende Individuen, die sich nur durch große Kraftanstrengung aus der Umwelt herauszuschälen vermögen, taumeln in einer absurden Welt, deren einziges Ziel eine immer weitertreibende Verdichtung scheint.

Es ist das Leben selbst, das sich hier manifestiert. In seiner Einsamkeit, seiner rohen Unmittelbarkeit, seiner Verrücktheit, in seiner absurden Schönheit sich selbst herausschreiend. Und immer weitertreibend.

Auszeichnungen unter anderem: 1965 Johanneum Kunstpreis, 1969 Kunstpreis des Landes Steiermark, 1977 Preis für bildende Kunst des Landes Burgenland, 1978 Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst ( Kategorie Malerei und Grafik) , 1980 Österreichischer Würdigungspreis für bildende Kunst, 1997 Würdigungspreis für bildende Kunst des Landes Steiermark, 2006 Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold.

 

Aktuelle Ausstellung von Peter Pongratz im Museum Liaunig 

Kurator Günther Oberhollenzer im Gespräch mit Peter Pongratz 

 


"Thomas Reinhold zur Geometrie des Amorphen Artemons Contemporary" artinwords.de
"Artemons Contemporary eröffnet mit Thomas Reinhold neue Galerie in Wien" artinwords.de
"Farbgewitter zwischen Freiheit und Strenge" - derStandard
"Netze und Schüttungen" - Kronenzeitung
"Das Mühlviertler Artemons lädt neuerdings auch nach Wien" - OÖN
"Thomas Reinhold - Geometrie des Amorphen" - Parnass


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Standort Oberösterreich: Linzerstr 19, 4202 Hellmonsödt

Öffnungszeiten: So 10-18 Uhr

Fruehlingsprogramm 2018

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Auswahl Pressereviews:
 
Grabmayrzimmer

Franz Grabmayr (1927-2015) ist einer der bedeutendsten österreichischen Maler seiner Epoche und wird von vielen weit bekannteren Künstlerkollegen über alle Maßen geschätzt. Es handelt sich um einen Maler, der mehrere Malergenerationen ebenso untergründig wie intensiv inspirierte, sich selbst aber bewusst vom Kunstbetrieb fernhielt. Was nach seinem Tod bleibt, ist sein umfassendes und in seiner Energiegeladenheit singuläres Werk. Anläßlich des 90. Jahrestags seiner Geburt findet von März bis Oktober im Museum Angerlehner, eine umfassende Retrospektive statt, die das Werk als solches in seiner Bedeutung sichtbar macht. Kuratiert wird die Ausstellung von Robert Fleck und Caro Wiesauer.

Kaum einer, der sich der Suggestion der Bilder Grabmayrs entziehen kann. Alles ist Farbe. Deren Erscheinung sosehr wie deren Gewicht, deren Material wie deren koloristische Wirkung wird mit einer Konsequenz und Virtuosität in Einklang gebracht, der in internationalen Getrieben der Kunst einzig Eugène Leroy zur Seite zu stellen wäre. Dessen gespachtelte oder direkt aus der Tube auf- gedrückte Farbreliefs sind einerseits die nächsten Verwandten zu Grabmayr, andererseits nimmt Leroy durch die koloristisch homogenen, zentimeterdick geschichteten und gehäufelten Bilder eine völlig andere Position ein als Grabmayr. Grabmayr nutzt bewusst die Farbverwerfungen, er spielt mit dem aus der Bewegung heraus resultierenden Überschlagen der Farbe, mit den Sensationen die aus Überlagerungen verschiedener Koloritschichten entstehen. Grabmayr weiß auch um die Schwerkraft seiner Farbe. Nichts gelungener als wenn einer aus dem Farbleib herausgerissenen Schlucht ein Klumpen Farbe gegenübersteht, der langsam, der Schwerkraft folgend, absackt bis er der Lava gleich erkaltet und stehenbleibt. Bei Leroy trägt sich das Drama der Farbe immer erst aus allernächster Nähe betrachtet zu. Man muss bei dem Franzosen die Farbe riechen können, um Ihr Leben angemessen zu sehen. Demgegenüber sind Grabmayrs Bilder sowohl nah als auch fernsichtig. Aufregend im Detail wie im Überblick. Selten wurde in der österreichischen Kunst die Krise in der Repräsentation von Natur, die der Aufstand der Abstraktion gegen die Nachahmung ausgelöst hat, ungezügelter zum Fundament einer Malkultur. Selten wurde die Selbstreferenz von Farbe und Material zur überzeugenderen ultima ratio der Malerei. Auszug, Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder - Direktor der Albertina Wien , Katalog zur Ausstellung Franz Grabmayr, Österreichische Galerie Belvedere, 2002


 

 

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